Loslassen

Wenn ich es behielte,
dann gehörte es
mir nicht.

Wenn ich es behalten wollte,
dann hätte es
mir niemals gehört.

Und wenn ich es festhielte,
dann wäre es
keinen Augenblick bei mir.

Meine Arme
können es nur halten,
wenn sie offen sind.

Solange ich es zu greifen versuche,
werde ich es niemals berühren.

Was frei an meiner Seite ist,
gehört mir nicht,
und bleibt doch immer bei mir.

Was in meinen Armen Schutz sucht,
vermutet dort kein Gefängnis.

Und wenn ich nichts forderte,
bekäme ich alles von ihm.

Und wenn ich es losließe,
es käme immer wieder zurück.